Mann zahlt Strafe und bekommt Strafantrag

Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl


Der Mann konnte einen Gefängnisaufenthalt durch die Zahlung von 1800 Euro abwenden. Allerdings muss er sich nun in weiteren Verfahren verantworten. © Symbolfoto: Bundespolizei
Der Mann konnte einen Gefängnisaufenthalt durch die Zahlung von 1800 Euro abwenden. Allerdings muss er sich nun in weiteren Verfahren verantworten. © Symbolfoto: Bundespolizei

Zivilfahnder des Grenzüberschreitenden Polizeiteams (GPT) haben am Donnerstag an der deutsch-niederländischen Grenze bei Bunde einen mit Haftbefehl gesuchten Mann festgenommen. Dem 32-Jährigen drohten drei Monate Gefängnis. 

Der Mann wurde gegen 17.10 Uhr im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze als Fahrer eines Autos nach erfolgter Einreise aus den Niederlanden über die Kreisstraße 33 in Bunde kontrolliert. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen den Ukrainer ein Haftbefehl der zuständigen Staatsanwaltschaft vorlag, teilt die Bundespolizei mit. Er war zuvor gerichtlich wegen Straßenverkehrsgefährdung durch Trunkenheit im Verkehr in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Lediglich durch die Zahlung einer Geldstrafe von 1800 Euro könnte der Gefängnisaufenthalt abgewendet werden.

Dem Verhafteten gelang es den geforderten Betrag von 1800 Euro aufzubringen. Da der 32-Jährige allerdings erneut ohne Fahrerlaubnis unterwegs war und sein Auto nicht über die notwendige Versicherung verfügte, wurden erneut Strafverfahren gegen den Mann eingeleitet. Sein Auto wurde stillgelegt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er seine Reise schließlich fortsetzen, teilt die Bundespolizei weiter mit.

Das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) Bad Nieuweschans ist ein Zusammenschluss zwischen der Koninklijke Marechaussee (NL), der Bundespolizeidirektion Hannover und der Polizeidirektion Osnabrück

(Niedersachsen).  Das Team führt im deutsch-niederländischen Grenzraum gemeinsame Streifen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Delikte wie Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Dokumentenkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und der Kfz-Kriminalität durch. Das Team hat seinen Dienstsitz im Bundespolizeirevier

Bunde.