Probe-Alarm in ganz Ostfriesland
Test für den Ernstfall am kommenden Donnerstag
Mit einem ostfrieslandweiten Probe-Alarm des KATWARN-Systems wird am kommenden Donnerstag, 10. April, um 11 Uhr der Ernstfall getestet. Die Entwarnung erfolgt um 11.30 Uhr, wie die Kreisbehörde in Aurich am Freitag stellvertretend auch für die Landkreise Leer und Wittmund sowie die Stadt Emden ankündigte.
Zusätzlich zum KATWARN-Probealarm werden in der Stadt Emden und im Landkreis Aurich die Sirenen getestet. Im Landkreis Aurich bezieht sich dies auf die bereits wieder installierten Sirenen auf dem ehemaligen Schlauchturm in Norden, dem Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Hage sowie dem Kreishaus in Aurich. In Emden werden die bestehenden 26 Anlagen getestet. Zudem hat die DLRG Emden angekündigt, mit Lautsprecherdurchsagen die vorhandenen Warn- und Durchsageeinrichtungen im Stadtgebiet zu erproben.
Bei einem Sirenen-Probealarm ist die richtige Deutung der Signale wichtig. Ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton dient der Warnung, ein einminütiger gleichbleibender Heulton der Entwarnung. Ein Probe-Alarm wird durch einen 15-sekündigen gleichbleibenden Heulton ausgelöst. Bei einer Sirenenwarnung gilt: Ruhe bewahren, ein Gebäude oder eine Wohnung aufsuchen, Türen und Fenster schließen sowie das Radio einschalten.
Neben der Warnapp NINA des Bundes und der Möglichkeit des Cell Broadcasts ist KATWARN ein Warnsystem für Gefahrenfälle in bestimmten geographischen Bereichen, das alle ostfriesischen Landkreise und die Stadt Emden benutzen. Normalerweise gibt es einen Alarm bei Großschadenslagen wie gefährlichen Unwettern, Sturmfluten oder Unfällen und Unglücksfällen, die massive Auswirkungen auf eine Ortschaft oder einen ganzen Landkreis haben können. Zusätzlich informiert die App KATWARN auch über Schulausfälle in Ostfriesland.
Um die KATWARN-Meldungen empfangen zu können, muss man die App auf dem Handy installiert und die Ortsbestimmung freigegeben haben. Alternativ lassen sich Postleitzahlenbereiche in der App vorgeben.